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Methodik des Auswahlverfahrens

Untersuchung

Der Award „Stratege des Jahres“ bewertet den nachhaltigen unternehmerischen Erfolg auf einer objektiven und nachvollziehbaren Datenbasis. In einem mehrstufigen Auswahlprozess wird der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens im Vergleich zu den Wettbewerbern gemessen sowie seine längerfristige strategische Ausrichtung in die Bewertung mit einbezogen.

Bei jedem Unternehmen wird zunächst die Erfüllung absoluter Schwellenwerte überprüft. So muss das Umsatzwachstum mindestens den Inflationseffekt ausgleichen. Ebenso ist im Betrachtungszeitraum ein positives Mitarbeiterwachstum gefordert. Die jährliche Eigenkapitalrendite muss im Durchschnitt über den Betrachtungszeitraum von drei Jahren hinweg größer sein als die durchschnittliche Inflationsrate.

Betrachtungszeitraum des Awards "Stratege des Jahres 2012" waren die Geschäftsjahre 2009 bis 2011. Einbezogen wurden 105 Vorstandsvorsitzende und ihre börsennotierten Unternehmen.

Strategiedefinition

Strategie meint die langfristig geplanten Maßnahmen der Unternehmen zur Erreichung ihrer Ziele. Es geht um den Einsatz der vorhandenen und potentiellen Stärken, um in den den sich schnell ändernden Wettbewerbsumfeldern erfolgreich zu sein und Veränderungen zielgerecht begegnen zu können.

Sie erlaubt keine rückblickende wirtschaftliche Bewertung, die alles gut heißt, was ein Unternehmen getan hat. Sie besitzt normative Kraft, setzt bewusst Schwerpunkte und hilft bei der Gewichtung und Anwendung der unzähligen Möglichkeiten, die sich dem Management im unternehmerischen Alltag bieten.

Ermittlungskriterien

Die "Strategen des Jahres" werden in einem zweistufigen Prozess ermittelt.

Zunächst erfolgt die quantitative Analyse, von Bilanz- und Kapitalmarktdaten, in der die Performance der Unternehmen absolut gegenüber gesamtwirtschaftlichen Schwellenwerten und relativ zu ihren Peers analysiert wird.

Die Besten werden einer weitergehenden qualitativen Analyse „Due Diligence“ unterzogen. Die gute Performance im laufenden Geschäftsjahr wird überprüft, die Führung durch den Vorstandsvorsitzenden über den Betrachtungszeitraum und eventuelle Verstöße gegen einen elementaren „Code of Conduct".

Die dabei qualifizierten Unternehmen sind „Strategen des Jahres“ und für den Sieg in ihrer jeweiligen Größenklasse nominiert. In einer Endausscheidung werden die Gewinner ihrer Größenklassen über ein gewichtetes Rangzahlenverfahren ermittelt.

Bei jedem Unternehmen wird zunächst die Erfüllung absoluter Schwellenwerte überprüft. So muss das Umsatzwachstum mindestens den Inflationseffekt ausgleichen, ebenso ist im Betrachtungszeitraum ein positives Mitarbeiterwachstum gefordert. Die jährliche Eigenkaptialrendite muss im Durchschnitt über den Betrachtungszeitraum von drei Jahren hinweg größer sein als die durchschnittliche Inflationsrate.

  • 1.Relative Performance in dreizehn Industrie-Clustern

    Jedes Unternehmen wird einem von dreizehn Branchen-Clustern zugeordnet und anhand der vier Kriterien - Umsatzwachstum, Mitarbeiterwachstum, Eigenkapitalrendite und Überrendite - mit anderen Unternehmen dieses Clusters verglichen. Hierbei werden für jedes Cluster der Durchschnitt und die Standardabweichung jedes Kriteriums berechnet und aus diesen wiederum Mindestmaße abgeleitet, die ein Unternehmen erreichen muss. Diese Mindestmaße entsprechen jeweils dem Durchschnitt der Cluster, abzüglich eines Viertels der clusterübergreifenden Standardabweichung vom jeweiligen Branchendurchschnitt.

  • 2.Due Diligence

    Für diejenigen Unternehmen, die eine überdurchschnittliche Performance über alle Kriterien hinweg erreichen, erfolgt eine weitergehende Due Diligence. Zunächst wird anhand des aktuellen Geschäftsverlaufs ausgeschlossen, dass ein massiver Einbruch der Performance droht oder bereits erfolgte. Dann werden die Mindestvoraussetzungen überprüft: Hat der aktuelle Vorstandsvorsitzende die Strategie maßgeblich bestimmt und bekleidete er durchweg während des gesamten Betrachtungszeitraums seine Position? Als Indikatoren für eine klare Zuordnung gelten auch Berichte in der Presse über die Strategie sowie Angaben in den Jahresabschlüssen.

    Zur Qualitätssicherung fließt seit 2009 auch die Bewertung der Liquidität im Vorjahr und die Überprüfung relevanter Ereignisse nach Ende des Betrachtungszeitraumes im ersten Quartal des laufenden Jahres in die Auswertung mit ein.

    Zuletzt wird festgestellt, ob ein Unternehmen sich als "Good Corporate Citizen" verhalten hat - mit Unterscheidung zwischen dem Vorstandsvorsitzenden und dem Unternehmen selbst. Gegen den Vorstandsvorsitzenden dürfen keine rechtswirksamen Verurteilungen oder laufende Verfahren von erheblicher Bedeutung vorliegen. Wird das Unternehmen rechtswirksam verurteilt oder läuft ein Verfahren von erheblicher Bedeutung, wird geprüft, ob Mitglieder des aktuellen Vorstands in den Vorgang verwickelt waren oder dieser sogar mit Beteiligung des Vorstandsvorsitzenden geschehen ist. Dies führt zum Ausschluss.

Um den spezifischen Herausforderungen unterschiedlicher Unternehmensgrößen gerecht zu werden, wurden die Unternehmen, bei denen die Due Diligence positiv verlaufen ist, in drei Umsatzklassen eingeteilt : 1 bis 2,5 Milliarden Euro, 2,5 bis 7,5 Milliarden Euro und größer 7,5 Milliarden Euro.

Innerhalb der einzelnen Klassen werden die Unternehmenslenker gemäß der vier Indikatoren - Umsatzwachstum, Mitarbeiterwachstum, Eigenkapitalrendite, Überrendite - in eine Rangfolge gebracht. Aus den Rangwerten wird ein gewichteter Durchschnitt auf Basis folgender Anteile gebildet: Umsatzwachstum 12,5 Prozent, Mitarbeiterwachstum 12,5 Prozent, (bilanzielle) Eigenkapitalrendite 25 Prozent, (kapitalmarktbezogene) Überrendite 50 Prozent.

Die Unternehmen mit den höchsten gewichteten Rangzahlen sind die Gewinner in ihrer jeweiligen Größenklasse.

Methodikfilme



  • 1.Methodikfilm 2010


    Basis der Untersuchung waren alle börsennotierten deutschen Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro im Geschäftsjahr 2009 und einem Streubesitzanteil von mindestens zwei Prozent. Insgesamt flossen somit 95 Vorstandvorsitzende und ihre Unternehmen in den Auswahlprozess ein.

  • 2.Methodikfilm 2009


    Basis der Untersuchung waren alle börsennotierten deutschen Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro im Geschäftsjahr 2008 und einem Streubesitzanteil von mindestens zwei Prozent. Insgesamt flossen somit 97 Vorstandvorsitzende und ihre Unternehmen in den Auswahlprozess ein.

Veranstalter

  • 1.Bain & Company

    Strategische Beratung, operative Umsetzung, messbare Ergebnisse: Mit diesem unternehmerischen Ansatz ist Bain & Company eine der weltweit führenden Managementberatungen. Gemeinsam mit seinen Kunden arbeitet Bain darauf hin, klare Wettbewerbsvorteile zu erreichen und damit den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Im Zentrum der ergebnisorientierten Beratung stehen das Kerngeschäft der Kunden und Strategien, aus einem starken Kern heraus neue Wachstumsfelder zu erschließen. Seit Gründung 1973 lässt sich Bain dabei an den Ergebnissen seiner Beratungsarbeit finanziell messen. Bislang waren Bain-Berater weltweit für über 4.900 große und mittelständische Unternehmen tätig. Insgesamt unterhält die Beratung 48 Büros in 31 Ländern und beschäftigt 5.400 Mitarbeiter, 550 davon im deutschsprachigen Raum.

    www.bain.de

  • 2.Financial Times Deutschland

    Die Financial Times Deutschland ist eine börsentäglich erscheinende
    Wirtschafts- und Finanzzeitung. Sie verbindet modernen
    Nachrichtenjournalismus mit den anspruchsvollen Formen des
    Magazinjournalismus. In klarer Struktur und direktem, unkompliziertem Stil
    selektiert sie die wichtigsten Informationen, ordnet sie ein und
    kommentiert sie. Neben dem Hauptprodukt veröffentlicht die FTD auch
    regelmäßig hochwertige Beilagen im Magazinformat, wie das Luxusmagazin
    HOW TO SPEND It und das Unternehmensmagazin ENABLE. Sie schreibt
    meinungsstark und punktgenau über die relevanten Ereignisse und
    Entwicklungen in Wirtschaft, Politik und Unternehmen. Mit ihrer
    Strategie "One brand - all Media" bedient die FTD Leser und Nutzer über
    alle relevanten Medienkanäle wie Print, Internet und Mobile mit
    Informationen. Die FTD verkauft über 100.000 Exemplare und erreicht laut
    Allensbacher Werbeträger Analyse AWA über 320.000 Leser. Die Financial
    Times Deutschland gehört mit dem Wirtschaftsmagazinen Capital, impulse,
    Börse Online und Business Punk zur G+J Wirtschaftsmedien AG & Co. KG.

    www.ftd.de

  • 3.WHU

    Die WHU - Otto Beisheim School of Management - in Vallendar bei Koblenz bietet alle akademischen Abschlüsse einer Top Business School vom Bachelor of Science bis zur Habilitation: Alle WHU-Programme liegen in nationalen und internationalen Rankings auf Spitzenplätzen. So gehört das gemeinsam mit der Kellogg School of Management angebotene berufsbegleitende EMBA-Programm seit Jahren zu den Top 20 weltweit im internationalen Ranking der Financial Times. Für einzelne Unternehmen und Konsortien werden maßgeschneiderte Management Development Programme durchgeführt. Dies geschieht häufig mit projektspezifisch ausgewählten strategischen Partnern, wie bspw. mit der Oxford Said Business School. Besondere Kennzeichen der WHU sind das außerordentliche Maß an Internationalität in allen Aktivitäten und ihre Forschungsexzellenz.

    www.whu.edu