Unter Strategie werden die langfristig geplanten Verhaltensweisen der Unternehmen zur Erreichung ihrer Ziele verstanden. Über die Bedeutung von Strategie im modernen Wirtschaftsleben herrschen heute aber oft Missverständnisse. Ihre Wichtigkeit für den unternehmerischen Erfolg wird teilweise bestritten. Turbulente Zeiten würden den Wert systematischer Ausrichtung gegenüber hinreichender Flexibilität mindern. Diese Einschätzung ist jedoch nicht richtig.

Einerseits leidet sie an einem falschen Strategieverständnis. Denn früher stand die vorausschauende Definition des Geschäftsmodells als Basis langfristiger, schwer revidierbarer Investitionsentscheidungen im Vordergrund, heute geht es um die Schaffung der Voraussetzungen, in sich schnell verändernden Wettbewerbsumfeldern erfolgreich bleiben zu können.

Andererseits verkennt sie den Unterschied zwischen guten und schlechten Strategien und unternehmerischem Handeln, das gar keine Strategie ist.

Eine gute Strategie erlaubt keine rückblickende wirtschaftliche Bewertung, die alles gut heißt, was ein Unternehmen getan hat. Die gute Strategie besitzt normative Kraft, setzt bewusst Schwerpunkte und hilft bei der Gewichtung und Anwendung der unzähligen Möglichkeiten, die sich dem Management im unternehmerischen Alltag bieten.

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